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Chor Gleis 1 auf Konzert-Tour Von SZ-Redakteur Ralph Schäfer
Mit 35 Sängerinnen und Sängern und 15 Fans machte sich der Bexbacher Chor Gleis 1 per Bus auf Konzertreise nach Berlin. Die Verantwortlichen werten die Tour als vollen Erfolg. Bei zwei
Konzerten gab's viel Applaus.
Bexbach/Berlin. Ein echtes Erlebnis, nicht nur, aber hauptsächlich auf musikalischem Gebiet, liegt hinter ihnen: Der Bexbacher Chor Gleis 1 ist am Freitag von einer Konzertreise in die
Bundeshauptstadt Berlin zurückgekommen. Im Gepäck: Jede Menge Eindrücke, viel Applaus bei zwei Konzerten und Lust auf die nächste Konzertreise.
"Das Fazit der Reise? Sie war einfach phänomenal", sagte Chorsprecherin Waltraud Boltz, die zusammen mit der Chorleiterin Margit Erfurt-Freund in der Homburger SZ-Redaktion über die
Reise berichtete. "Alles hat gepasst". Zwei Konzerte standen auf dem Programm: In der Kreuzberger St. Thomas-Kirche, der zweitgrößten Berlins, hörten sich gut 200 begeisterte Zuhörer das Repertoire des 35-köpfigen
Chores an, der schon des Öfteren durch seine Experimentierfreudigkeit aufgefallen ist. Man denke hier nur an das Konzert in der Bexbacher Hydrostar-Halle oder an das Weihnachtskonzert des vergangenen Jahres unter dem
ungewöhnlichen Titel "Caramba - eine altdeutsch-südamerikanische Weihnachtsfiesta".
"Das Konzert in St. Thomas war besonders schön. Pfarrer Christian Müller ist total engagiert und unser Repertoire hat hundertprozentig zu dem Ambiente dort gepasst", erzählte Margit
Erfurt-Freund. Zur Aufführung brachten die Bexbacher ihr Gottesdienst-Programm, die "Missa Gleis 1" mit Liedern in sechs Sprachen und Gospel-Songs. Dann folgten Swing-Klassiker ebenso wie ein Berlin-Block mit Texten
von Erich Kästner und Musik von Will Lewandowsky und Fanny Hensel, der völlig zu Unrecht weitgehend unbekannten Schwester von Felix Mendelsson-Bartholdy. "Ich halte sie für eine ganz wichtige Komponistin, die man völlig zu
Unrecht in die Feminismus-Ecke gedrängt hat. Sie hat in ihrem ganzen Leben ein einziges Mal öffentlich gespielt, und das für wohltätige Zwecke" erzählte die Chorleiterin. "Natürlich durften unsere Lieder aus
Südamerika, die die Leute mitgerissen haben, nicht fehlen. Gleiches gilt für die aus Afrika und den Musical-Block. Es ist schon ein tolles Gefühl, wenn mitten im Gottesdienst geklatscht wird", sagte Waltraud Boltz. Und
Erfurt-Freund ergänzte: "Es war eine unheimlich dichte Atmosphäre in der Kirche, zumal unser Konzert Bestandteil des Gottesdienstes war".
Ebenfalls vor vollem Haus sang der Chor Gleis 1 in der Berliner Saar-Vertretung. Zu Stande kam die Konzertreise über den Kontakt zur Homburger SPD-Bundestagsabgeordneten Astrid Klug, die dann
natürlich auch noch für eine umfassende Führung durch den Reichstag und das politische Berlin für die Bexbacher Gäste sorgte.
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