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Mit gregorianischen Gesängen auf dem "Weg nach Innen" Voll besetztes Konzert mit dem Bexbacher Chor Gleis 1
Vor fast vier Jahren war der erste öffentliche Auftritt des Bexbacher Chor Gleis 1. Seitdem ist die "Missa Gleis 1" fester Bestandteil in dem mittlerweile
weit gespannten Repertoire der über 30 Sängerinnen und Sänger. Am vergangenen Sonntag begeisterte die Formation das Publikum in der Höcher Pfarrkirche
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Das mystische Konzert der Bexbacher Chorformation Gleis 1 sorgte für eine vollbesetzte Höcher Kirche. Foto: simmet press
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Langsam, ruhig und bedächtig betreten Mädchen und Jungen, Frauen und Männer den Altarraum der protestantischen Pfarrkirche in Höchen. Einer zündet
eine Kerze an. Ein anderer lässt einen Gong erklingen. In der Zwischenzeit haben sich auch die über 30 Sängerinnen und Sänger des Bexbacher Chores Gleis 1 auf ihrer Bühne positioniert. Dann
singt die Leiterin des Chores, Margit Erfurt-Freund, ein paar Töne an. Ihr Chor stimmt ein. Der "Weg nach Innen", so das Motto des Konzertes, kann beginnen.
Schon in der Bibel sei von der befreienden Wirkung von Musik die Rede gewesen, erinnerte zuvor die Pfarrerin der protestantischen Kirchengemeinde
Höchen, Tatjana Falk-Reifarth, an die Überlieferung von David, dem es mit Gesang und Harfenspiel gelungen sein soll, den schwermütigen König Saul von seinem
Leiden zu erlösen. Am Sonntag hatte die Pfarrerin diesen biblischen Text zum Thema des Gottesdienstes gewählt. Am Abend des gleichen Tages, dem im Kirchenjahr feststehenden "Sonntag der Kantate" wurde
Kirchenmusik dann in der voll besetzten Höcher Kirche ungewohnt abwechslungsreich vorgestellt und gefeiert. In drei Liedblöcken präsentierten die Sänger unter Erfurt-Freunds Leitung gregorianische Gesänge, Lieder aus
Taiz&; und Gospels. So überraschend für Kirchenmusik-Liebhaber die Liedauswahl des eineinhalbstündigen Konzerterlebnisses gewesen sein mag, so gewohnt ungewöhnlich ist sie für den Bexbacher Chor. "Ein Konzert
ist kein Gottesdienst, und gespielte Andacht wirkt schnell peinlich. Wir haben uns deshalb für ein Programm-Konzept entschieden, das unserem Publikum in wohl bekannter Gleis-1-Manier Abwechslung bietet, das aber
auch in mehreren Bögen in die Stille führt und denjenigen, die es möchten, einen "Weg nach Innen" öffnen kann,
wurde im Programmheft unter dem Stichwort "die Idee" das Konzept erläutert. Entstanden sei beides - Idee und
Konzept - wohl im Herbst vergangenen Jahres, nach dem Konzert "Missa Gleis 1" in der Kirche St. Thomas im Berliner Stadtteil Kreuzberg.
"Es war eine für uns unvergessliche Atmosphäre in diesem Gottesdienst entstanden, himmelweit entfernt von
einem wohl anständigen Sonntagskirchgang, aber dicht am Leben - und wir hatten mit unseren Liedern dazu beigetragen. Könnte es gelingen, ein wenig von dieser Atmosphäre in einem Konzert lebendig werden zu lassen?"
Freunde der Chormusik und Kenner des Bexbacher Chores Gleis 1 beantworten diese zögerlich wirkende Frage
längst regelmäßig eindeutig positiv und das nicht nur in Form anerkennender, begeisterter, bewundernder Worte. Der Zuspruch, den die Sänger, Musiker und ihre Chorleiterin bei ihren überdurchschnittlich stark besuchten
Konzerten erfahren, spricht seine eigene Sprache. So auch in Höchen. Schon lange vor Konzertbeginn war der untere Kirchenraum einschließlich zusätzlich aufgestellter Stühle voll besetzt. Und so mancher wird während des
Konzertes mit Beiträgen unter den Überschriften "Grünender Zweig", "Halleluja" und "Inneres Licht" besonders von den Chorkindern angetan gewesen sein. id
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